3. Kollagenose-Tag in Berlin

Der Kollagenose-Tag: ein Termin mit Tradition im Sinne der Früherkennung und Aufklärung, der sich die Rheuma-Liga verschrieben hat. Gerade weil es bei einer so uneinheitlichen Gruppe von Autoimmunkrankheiten wie den Kollagenosen an Gesprächsbedarf über neue Erkenntnisse der Medizin nicht mangelt, initiierte die Deutsche Rheuma-Liga Berlin 2009 gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern aus Rheumaforschung und ärztlichen Spezialisten den Kollagenose-Tag bereits zum dritten Mal.

Dieses Jahr fand er im internationalen Rahmen des Zweiten Europäischen Kongresses für Immunologie im ICC Berlin statt und fand viel Zuspruch bei den rund 150 Besuchern.

Betroffene und Interessierte über die Auswirkungen der Kollagenosen aufklären und über den Umgang damit informieren, war das Ziel der Veranstaltung, wie Dr. Helmut Sörensen, Präsident der Deutschen Rheuma-Liga Berlin e.V., erklärte.

Privat-Dozentin Dr. Gabriela Riemekasten von der Charité-Universitätsmedizin Berlin mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie, hatte die wissenschaftliche Leitung übernommen. Sie betonte, wie wichtig es ist, die verschiedenen Gesichter der Kollagenosen in einer Veranstaltung zu behandeln, um so die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten von ähnlichen Symptomen bei verschiedenen Diagnosen bekannt zu machen. So ging es dabei auch um Kollagenosen wie Systemischer Lupus erythematodes (SLE), Systemische Sklerose, Polymyositis / Dermatomyositis und das Sjögren-Syndrom.

Dabei sind, wie durch die Referenten aus den verschiedenen Fachdisziplinen sehr anschaulich und patientennah herausgestellt wurde, Auswirkungen der Kollagenosen auf die Haut, die Augen, die Nieren und andere Organe keine Seltenheit.

Dem zollten die Beiträge auf dem Podium Rechnung: Prof. Dr. Cord Sunderkötter von der Klinik für Dermatologie und Venerologie am Universitätsklinikum Münster sprach von „der Haut als Spiegel der Kollagenosen“.

Prof. Dr. Druska Dragun von der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Nephrologie und internistische Intensivmedizin an der Charité-Universitätsmedizin Berlin ging auf den Zusammenhang von Kollagenosen und dem Streiken der Niere ein.

Schon zu Beginn hatte Frau PD Dr. Riemekasten auf die „vielen Gesichter“ der Kollagenosen hingewiesen, und das bezeugten auch die Fragen und Rückmeldungen der Besucher an die Referenten. Der Gesprächsstoff wollte nicht ausgehen – kein Wunder bei einer so uneinheitlichen Gruppe von Autoimmunkrankheiten. Und kein Wunder, dass auch der 3. Kollagenose-Tag so gut besucht war und noch so viele neue Erkenntnisse für die Teilnehmer brachte.

 

Sonntag, den 13. September 2009: der 3. Kollagenose-Tag der Deutschen Rheuma-Liga Berlin e.V. und ihrer Kooperationspartner aus Rheumaforschung und ärztlichen Spezialisten.

der Vortrag von Frau PD Dr. med. Gabriela Riemekasten als pdf  

 

 In Kooperation mit dem Regionalen Rheumazentrum, der Rheumaakademie, der Lupus Erythematodes Selbsthilfegemeinschaft e.V. und der Sklerodermie Selbsthilfe sowie mit freundlicher Unterstützung von

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