3. Patiententag „Arthrose“
Aktiv gegen den Rheumaschmerz

 

Die Gelegenheit ist selten: Experten eines Fachkongresses und Betroffene zusammenzubringen, die in den Austausch über die neuesten Entwicklungen in Forschung, Medizin und Rehabilitation treten, bedarf ganz besonderer Umstände. Diese exklusiven Bedingungen kamen den Mitgliedern der Deutschen Rheuma-Liga und allen Interessierten aus Berlin und Umgebung am Samstag, den 29. Oktober 2011, zugute – beim „3. Patiententag Arthrose“ in der Technischen Universität im Rahmen des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (kurz DKOU). Rund 500 Besucherinnen und Besucher nahmen an der Patiententagung teil.

Mit der Veranstaltung knüpfte die Selbsthilfeorganisation an die in den Vorjahren erfolgreich begründete Tradition der Zusammenarbeit mit DGOOC und BVOU an, die jedes Jahr zur Tagung in die Hauptstadt einladen und sich 2009 erstmals mit einer Patientenveranstaltung auch der breiten Öffentlichkeit geöffnet hatten. Wiederkehrendes Thema dieser Veranstaltungen ist die „Volkskrankheit“ Arthrose, eine der Erkrankungen aus dem vielfältigen Formenkreis rheumatischer Krankheiten. Menschen, die zur Rheuma-Liga kommen, haben in der Regel chronische Gelenkprobleme, etwa 40 Prozent infolge entzündlicher Gelenkerkrankungen – jeder Zweite aber kommt infolge einer Arthrose. Einer Erkrankung also, die in einer älter werdenden Gesellschaft viele Menschen betrifft und die ebenso großen Bedarf an Aufklärung und aktuellen Informationen schafft.

Prof. Dr. Erika Gromnica-Ihle, Präsidentin des Bundesverbandes des Deutschen Rheuma-Liga, und Prof. Dr. med. Wolfgang Rüther, Direktor der Orthopädie in der Rheumaklinik Bad Bramstedt, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, hatten erneut die Wissenschaftliche Leitung des Patiententages übernommen und für eine hochkarätige Referentenauswahl gesorgt. In bewährter Weise moderierten sie die Diskussionen nach den Vorträgen unterhaltsam und verständlich.

Nach Grußworten des Kongresspräsidiums sowie der Rheuma-Liga Berlin mit ihrem Präsidenten Dr. med. Helmut Sörensen, ging Prof. Dr. med. Dieter Kohn, Direktor der Klinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg, der Frage nach, ob eine Arthrose Folge einer früheren Verletzung ist.

Anschließend beantwortete Prof. Dr. med. Josef Zacher, welche Medikamente bei Arthrose wirklich helfen, Prof. Dr. Zacher Ärztlicher Direktor am Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie am Helios Klinikum Berlin-Buch.

Prof. Dr. med. Wolfgang Rüther, Direktor Orthopädie am Klinikum Bad-Bramstedt, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, beschäftigte sich in seinem Vortag mit dem richtigen Operationszeitpunkt, und Prof. Dr. med. Karsten Dreinhöfer mit der Frage nach Bewegung oder nicht Bewegung bei Arthrose. Er ist Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie am Medical Park Berlin Humboldtmühle, Centrum für Muskulosketale Chirurgie, Centrum für Sportwissenschaften und Sportmedizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Prof. Dr. Gromnica-Ihle rundete das Programm mit der Vorstellung der Angebote der Deutschen Rheuma-Liga für Betroffene mit Arthrosen und der aktuellen Kampagne für mehr Bewegung und Früherkennung – „aktiv gegen Rheumaschmerz“ ab und warb für die Selbsthilfeorganisation als erster Ansprechpartner, wenn es um Rheuma geht. Sie verdeutlichte, dass die Rheuma-Liga die Probleme benennt, Aufmerksamkeit für das Krankheitsbild der Arthrose schafft, individuell hilft und die Rechte der Betroffenen stärkt. Sie stellte besonders auch die Berliner Angebote der Rheuma-Liga für Betroffene mit Arthrose dar.

Bewegung ins Publikum brachten die praktischen Übungen mit Physiotherapeutin Olga Spitzer - dies und mehr war am Abend auch in der "Abendschau" im RBB Fernsehen zu sehen (http://www.rbb-online.de/abendschau/archiv/archiv.media.%21etc%21medialib%21rbb%21rbb%21abendschau%21abendschau_20111029_na1.html).

Die Gäste nutzten in den Fragerunden und in der Pause die Gelegenheit, um direkt mit den Referenten ins Gespräch zu kommen und sich über ergotherapeutische Maßnahmen und die Angebote der Selbsthilfeorganisation für Rehabilitation und Präventation zu informieren.

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